"Gott sei Dank, es soll ewig Friede sein!"

Ausstellung mit Werken von Anatol im Rahmen unseres Kultursommer-Projektes „Metamorphosen“

Anatol

* 21. Januar 1931

 

 

1945-1974

 

 

 

1964-1972

 

 

1972-1974

 

 

 

1972

 

1975

 

1977

1979-1981

 

1980

 

 

1982

seit 1982

 

 

1991

 

 

 

1995

in Insterburg (Ostpreußen), lebt heute in Düsseldorf und auf der Insel Hombroich (Neuss)

Flucht der Familie aus Ostpreußen zum Ende des zweiten Weltkrieges

Ausbildung zum Kunstschmied und von 1953 bis 1991 im Polizeidienst

Studium der Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler bei Joseph Beuys

Studium der Architektur bei Carl Wimmenauer

Erste künstlerische Aktionen unter dem Künstlernamen "Anatol".

Beteiligung an der documenta 5 in Kassel mit der Aktion "Arbeitszeit".

Gründung der freien Akademie Oldenburg

Teilnahme an der documenta 6

Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf

erste Aktivitäten für das Museum Insel Hombroich, Entstehung des Werkes "Die Demokratie".

Teilnahme an der documenta 7

"Arbeitszeit" auf der Museumsinsel mit eigenen Atelier, Entstehung der Werke "Kirche", "Parlament", "Gießerei" u.a.

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande

Auszeichnung mit dem Lovis-Corinth-Preis

Honorar-Professur der Universität South Dakota

Zahlreiche Einzelausstellungen und Aktionen im öffentlichen Raum

Ausstellung Juni - September 2018

im Rahmen unseres Kultursommer-Programms RLP "Metamorphosen"

Auf die Frage hin, ob er auch in der ehemaligen Glockengießerei in Saarburg ausstellen würde, sagte Anatol begeistert "ja!" und erklärte gleich darauf, dass er dann auch zwei Wochen vor Ort sein werde, denn Ausstellungszeit bedeute für ihn auch gleichzeitig immer "Arbeitszeit".

Und mit diesem Begriff wird schon das Besondere seiner Kunst aber auch das des Menschen Anatol sichtbar. 

Er schafft Kunst nicht, um sie dann einfach irgendwo auszustellen. Er schafft sie nicht, um ihrer selbst willen und sein künstlerisches Schaffen steht immer in Bezug zu etwas, was ihn selbst als Mensch sehr beschäftigt.

Wenn er in einem künstlerischen Schaffensprozess ist, dann ist das Arbeit! Arbeit und Kunst sind gleichbedeutend und während er an seiner Kunst arbeitet, bezieht er die Reaktionen der Menschen, die Rezeption des Betrachters, mit ein. 

Erlebt man ihn während eines solchen Gespräches mit den Betrachtern seiner Kunst, seines Schaffens, ist man fasziniert, wie einfach und schnell er den Zugang zu den unterschiedlichsten Menschen schafft und gleichzeitig deren Reaktionen analysiert, einbezieht, mit ihnen ins Gespräch kommt.

Durch diese Herangehensweise ist ein vielseitiges und großes Oeuvre entstanden, das Zeichnungen, Malerei, Skulpturen und Plastiken umfasst, die auch für den Laien verständlich und zugänglich sind. Kunst ist für ihn Ausdruck seiner Gegenwart, seines Lebens und sie ist oftmals gesellschaftskritisch und regt den Betrachter immer wieder zum kritischen Nachdenken und Hinterfragen der eigenen Positionen an. 

 

Anatols Werke in unserer KulturGießerei ausstellen und ihn während seiner Arbeitszeit vor Ort erleben zu dürfen, ist eine große Ehre für uns! Seine Biographie, sein künstlerisches Schaffen, sein Einsatz für demokratische Werte und das Mahnen für den Frieden - all das verbindet ihn mit dem, was die KulturGießerei früher war und heute ist und für was sich die Menschen heute in der KulturGießerei einsetzen: "Es soll ewig Friede sein!"

Anschrift

Staden 130

54439 Saarburg

Telefon: +49 6581 2336

info@kulturgiesserei-saarburg.de

 

Anfahrt

 

Öffnungszeiten

Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr

Sa/So/Feiertag 11.00-17.00 Uhr